
Mitarbeiterbewertung
Die Begriffe Mitarbeiterbewertung und Mitarbeiterbeurteilung werden in der Praxis häufig synonym benutzt. Die rechtlichen aber auch organisatorischen Punkte sind somit gleich. In diesem Abschnitt wird deshalb auf die Bewertungskriterien eingegangen.
Grundsätzlich sollte für eine Mitarbeiterbewertung eine standardisierte Liste vorliegen in der quantifizierbare aber auch nicht messbare Bewertungskriterien enthalten sind. Bei den zugeletzt genannten ist trotzdem darauf zu achten, dass die Bewertung gerecht also für alle gleich erfolgt. Es empfiehlt sich also für alle Bewertungspunkte Kriterien aufzustellen.
Am einfachsten lässt sich dies an einem Beispiel demonstrieren. Das Bewertungskriterium Arbeitsleistung lässt sich zumindest im produktiven Bereich messen, beim Sozialverhalten hingegen ist dies nicht der Fall. Trotzdem sind Unterscheidungen wie der "Mitarbeiter bietet von selbst seine Hilfe an", "Der Mitarbeiter hilft wenn er danach gefragt wird" oder "Der Mitarbeiter lehnt die Hilfe wegen mangelnder Zuständigkeit ab" denkbar.
Aufgrund möglicher Unterscheidungen ist eine Mitarbeiterbewertung in allen Bereichen durchführbar. So lassen sich beispielsweise sowohl die Qualität, die Schnelligkeit und Zuverlässigkeit als auch der sorgfältige Umgang mit Arbeitsmaterialien sehr gut messen. Je nach Tätigkeitsbereich können hierfür Zeitkarten, Stornoquoten aber auch verspäte Liefertermine berücksichtigt werden. Im kaufmännischen Bereich gestaltet sich eine Messung des Arbeitstempos zwar etwas schwieriger, da ein Vergleich nicht immer eindeutig möglich ist, aber zumindest die Fehlerquote und die Zuverlässigkeit lassen sich relativ gut bestimmen.
Aufgrund des stetigen Wandels und den veränderten Ansprüchen gibt es aber auch noch anderen Faktoren die bei einer Mitarbeiterbewertung berücksichtigt werden sollten. Dies sind zum einem die Arbeitsbereitschaft, insbesondere auch die Bereitschaft Überstunden zu leisten, aber auch die Belastbarkeit, also das Vermögen in Stresssituationen den Überblick zu bewahren.
Neben den Fachkenntnissen sollten bei der Mitarbeiterbewertung auch die Urteilsfähigkeit mit einfließen, ein Verkäufer beispielsweise muss nicht nur seine Produkte kennen, sondern auch die Situation und den potentiellen Kunden entsprechend einschätzen können.
Ein letzter Punkt der in jede Mitarbeiterbewertung einfließen sollte, ist die Veränderungsbereitschaft. Gerade in der Zeit der stetigen Veränderungen sind vielseitig einsetzbare Mitarbeiter sehr gefragt.